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Drei junge Studenten-Burschen, verlassend Prag für einige Zeit verlassend,
sind in diese Gegend gekommen, um die freien Tage zu geniessen…
Auf dem Weg vom Berg Pernstein, sind sie gerade zum Städtchen Hirschberg
gekommen, wo sie die Ruinen durchsucht haben und sich die verzaubernde Landschaft
rundherum lange angeschaut haben, jeder nur mit seinem Gemüte und seinen Empfindungen.
Erst der kommende Abend hat sie zum Weggehen gezwungen. Sie haben sich gerade
entschlossen, in Hirschberg zu übernachten und morgen auf den Berg Bezdez hinaufzusteigen.
Das hat Hynek ihnen scherzhaft lange eingeredet, dabei hat er heimlich am meisten
darauf getrachtet, in die Ruinen und auf den Berg Bezdez zu steigen.
Es war Karel Hynek Macha, der Dichter der Romantik, der in diesem alten Tschechisch
aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das so schwierig zu übersetzen ist,
diesen Kreis beschrieben hat, den er bei seinen Wanderungen durchs Böhmen besucht
hatte. In diesen Kreis hat er auch seine berümteste Dichtung Maj lokalisiert,
die in 14 Fremdsprachen übersetzt geworden ist. In der Tschechischen Sprache
wurde es mehr als 250 mal herausgegeben, auf Deutsch 10 mal.
Die Handlung findet beim Hirschberg statt, mittendrin in den Bergen, auf
denen die Burgen Bezdez, Pernstein, Houska und weiter noch Roll im Osten, Westen,
Süden und Norden erscheinen.
Macha hat diesen Kreis so berühmt gemacht, daß es heute offiziell Machas Kreis
heisst. Und Hirsberg – richtig Hirschberg – ist die Stadt voller Anmut inmitten
dieses Kreises und in der Nähe des Wasserspiegels von Urlauber so beliebten
Macha‘s See, auf Tschechisch Doksy. Der Macha‘s See hiess ursprünglich ganz
einfach – Der Große Teich.
PhDr. Renata Mauserova hat den Text dieses Buchs geschrieben und Vladimir
Richtrmoc hat die Photos geschaffen. Und auf dem Bandzeichen können wir lesen,
warum es niedergeschrieben wurde:
Die Autorin dieses Buches wünscht sich, daß der Leser in der Zeit der
Erinnerungen, die lange nach dem Kauf des Buches und dem Besuch von Doksy kommen,
so mindestens kurz in Macha‘s Kreis verweilt. Er soll wieder in sein Gedächtnis
das Schöne zurückrufen, was damals seine Aufmersamkeit gefesselt hat, was ihm
Freude gemacht hat..
Der Autorin des Texts ist gelungen, fast alle interessante Fakten und
Tatsachen zusammenzustellen, die früher in verschiedenen Druckschriften, Abhandlungen
und Archivmaterialen verstreut gewesen sind. Sie hat auch viele andere Tatsachen
entdeckt, womit das Lesen noch interessanter geworden ist und auch lehrreicher
für diejenigen, die sich in die wunderschöne Stadtumgebung oder in die Stadt
selbst verliebt hatten.
Im Text erfahren wir vieles von den Sehenswürdigkeiten und Denkmälern der Stadt
und ihrer Umgebung, von der Geschichte der Stadt, seiner Besitzer und auch von
vielen bedeutenden Persönlichkeiten, welche hier lebten oder aus der Stadt stammen.
Der Bilderteil besteht aus 60 Fotos (plus 2 auf dem Umschlag) von Vladimir Richtrmoc,
35 Wiedergaben von historischen Ansichtskarten und 2 Landkarten. Das Bilderverzeichnis
vervollständigt noch das Stadtwappen, das Bild des Stadtsiegels und K.H. Macha‘s
Bildnis von J. Zrzavy. In den Landkarten von 1910 und 1929 und auf allen alten
Ansichtskarten sehen wir ausschließlich den Namen Hirschberg, wobei das älteste
Dokument – das Siegel vom Jahr 1630 – den klaren Namen des Städtchen – Dokzi
trägt.
Der Autor der Fotos, Vladimir Richtrmoc ist im Buch auch unter den Kreispersönlichkeiten
erwähnt. Er ist als Organisator, Lektor, Publizist, aber vor allem als Fotograf
bekannt. (Er hat den Titel „Meister des tschechoslowakischen Fotografenverbands“,
den während der letzten 50 Jahre nur 16 Fotografen bekommen hatten, und besitzt
auch die höchsten Ehrenzeichen und Auszeichnungen des Verbands der tschechischen
Fotografen und Verbands der slowakischen Fotografen.)
Das Buch mit 170 Seiten hat der Buchverlag KAVA-PECH im Jahre 2003 auf Kreidepapier
herausgegeben. Das Erscheinen des Buchs wurde von der Stadt Doksy veranlasst
und unterstützt.
11. 2. 2007
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